„Malerei und Bildhauerei auf einen Nenner gebracht“
Mainpost, 17. November 2015

„Ausstellung von Anja Jung - Der Mensch in Emotion und Bewegung“
am 4.11.2014 und "Mensch und Sinnlichkeit"
am 28.10.2014 (beide Mainpost)

"Körper in rhythmischen und differenzierten Farben"
am 4.11.2014 (Lohrer Echo)

Artikel zum Projekt
Integranz
"Malen bedeutet, Aussagen zu treffen" (Lohrer Echo)
Ausstellung
"AbstrAKT" im Atelier Seeweg, Lohr (Main-Netz und Mainpost)

"Spiegelbilder im Gewölbekeller" (Mainpost)

LOHR
Ausstellung von Anja Jung: Der Mensch in Emotion und Bewegung

„Körperwelt“ im Fischerhaus zeigt Kunstschaffen über zwei Jahrzehnte
6242959_1_1I7MVD Foto: Rita Gress

„Körperwelt“: Künstlerin Anja Jung und Rezitator René Vogelsinger (links)
mit Gästen vor Jungs Gemälden „Gravitätisch.“


Am Sonntag wurde die Ausstellung „Körperwelt“ von Anja Jung im Fischerhaus am Kirchplatz eröffnet. Auf den ersten Blick wird klar, warum die Werkschau diesen Titel trägt: Der Mensch, seine Körperhaltung und -bewegung und emotionale Befindlichkeit dominieren die meisten der Exponate.
Zahlreiche Zeichnungen in Kohle, Graphit und Tusche sowie Aquarell- und Ölgemälde verdeutlichen die künstlerische Entwicklung von Anja Jung über zwei Jahrzehnte. Die in Rodewisch im Vogtlandkreis in Sachsen geborene Künstlerin begann mit 15 Jahren als Mitglied des Osterzgebirgischen Kunstvereins Porträts und Akte nach Modell zu zeichnen. Ihnen blieb sie treu.
Sie gab Einzelausstellungen unter anderem in Dresden, Groß-Gerau, Würzburg und Frankfurt. Im Lauf der letzten Jahre wurde ihre Darstellung abstrakter. Die Darstellung der Figuren rückte in den Hintergrund. Jungs Malerei ist direkter und selbstbewusster geworden. Vor allem ihre Akte und Menschendarstellungen wirken aufgrund der Reduktion auf das Wesentliche jetzt intensiver.
Die Einführung in die Vernissage gab Kunstdozent René Vogelsinger. Der gebürtige Pariser mit Atelier in Weyersfeld bescheinigte Jung, in ihrer vielseitigen Kunst und experimentellen Kraft zeige sich auch ihre musikalische Fähigkeit. Die Künstlerin ist Mitglied im Sinfonischen Akkordeonorchester Unterfranken.
Das Ensemble unter Leitung von Hauke Seifert gestaltete die Ausstellungseröffnung mit feinen Tönen in Stücken wie „Palladio“ (Karl Jenkins) oder „Melodia en La Menor“ (Melodie in a-moll; Astor Piazzolla). Jung selbst spielte die dritte Akkordeonstimme.
Laut Rezitator Vogelsinger haben frühe Schulung in Akt- und Portraitzeichnung Anja Jungs Kunstschaffen nachhaltig geprägt. Bei ihrem ersten Kurs in seinem Atelier habe er ihr großes Talent bemerkt. In Werken wie „Provokation“, der Studie „Mann und Frau“ (beide Tusche; 2009) oder dem Acrylgemälde „Blick nach oben“ setze sie ihre Wahrnehmungen mit viel Gefühl und in ebenso starker wie feiner Linie um. Von intensiver Farb- und Formkraft zeugen der in sattem Rot thematisierte nackte weibliche Körper „Vor dem Sprung“ oder die „Gereckte Gestalt“ in Blautönen. „Tanz“ und „Rückgrat“ sind expressiv in Gelb und Schwarz gehaltene Bilder. Sie wirken aufgewühlt, ekstatisch, in Trance. Starke Kontraste heben die Bewegung der Figuren hervor. In „Carmen I“ (Aquarell, Tusche) steht das Symbolische im Vordergrund. Körperlichkeit und Geist gehen ineinander über. Der Frauenkörper strahlt Leidenschaft aus, der Gesichtsausdruck lässt gefährliche Tiefe erahnen. In der Tuschezeichnung „Schlaf“ (1999) dagegen legt Jung Schwarz- und Grauflächen über das warme Orangerot des Papiers. Miteinander bringen sie die Komposition zum Leuchten.
Die Ausstellung im Fischerhaus am Kirchplatz ist noch bis 15. November zu sehen. Öffnungszeiten sind Montag bis Freitag, 17 bis 19 Uhr, Samstag und Sonntag, 10 bis 12 und 15 bis 18 Uhr.
(Mainpost, 3.11.2014)
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LOHR

Mensch und Sinnlichkeit

Anja Jungs „Körperwelt“ im Fischerhaus

6235093_0_1I6E2F Foto: Jung

Das Gemälde „Vor dem Sprung“ (Acryl auf Leinwand)
ist in Anja Jungs Ausstellung „Körperwelt“ im Fischerhaus zu sehen.


Am Sonntag, 2. November, wird um 17 Uhr Anja Jungs Ausstellung „Körperwelt“ im Fischerhaus am Kirchplatz eröffnet. Die seit 2007 in Lohr lebende Künstlerin zeigt figürliche Gemälde und zahlreiche Aktzeichnungen aus Schaffensperioden von 1995 bis heute.
Mit 15 Jahren hat die heute 35-Jährige die Grundtechniken der Öl- und Acrylmalerei und der Arbeit mit Kreide, Kohle und Graphit als Mitglied im Osterzgebirgischen Kunstverein erlernt. Ihr Talent förderte Johannes Zepnick, Kunstdozent an der TU Dresden.
Ihre Aktzeichnungen hat Anja Jung fast alle nach Modell gearbeitet. Sie sagt: „Sie bergen den Reiz des Sinnlichen.“ Der Mensch ist ein stets wiederkehrendes Thema in ihren Bildern. In ihren skizzenhaften Zeichnungen und Tuschemalereien reduziert sie auf das Wesentliche.
Seit 2000 widmet sich die Künstlerin verstärkt der Acrylmalerei. In üppigen Farbschichten und mit zum Teil übereinandergelegten Motiven erzielt sie eine komplexe Wirkung. Die Bewegungen der Figuren werden durch den starken Kontrast der Farben zusätzlich hervorgehoben.
Ein Teil von Jungs Exponaten entstand zwischen 2013 bis 2014 im Atelier „Treffpunkt Kunst“ in Gemünden, neuere Akte zeichnete sie im Würzburger „Spitäle“ bei der Vereinigung Kunstschaffender Unterfranken (VKU), bei der sie Mitglied ist oder bei dem freischaffenden Künstler und Kunstdozenten René Vogelsinger in Weyersfeld.
Der gebürtige Pariser führt in ihre Ausstellung ein. Musikalisch gestaltet das Sinfonische Akkordeon-Orchester Unterfranken unter Leitung von Hauke Seifert die Vernissage. Die Künstlerin spielt darin die dritte Akkordeonstimme.
Die Ausstellung ist bis 15. November montags bis freitags 17 bis 19 Uhr, samstags und sonntags 10 bis 12 und 15 bis 18 Uhr zu sehen.
(Mainpost, 28.10.2014)
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2014-11-03-Echo-Körperwelt





Eine neue Attraktion in Sachen Kunst

Auf der Suche nach geeigneten Räumlichkeiten für künstlerische Aktivitäten stieß Brigitte Heck Anfang des Jahres auf die ehemalige Schlecker-Filiale in der Friedensstraße 19 in Gemünden. Seitdem wird dort um- und ausgeräumt, geputzt, geschmückt und mittlerweile auch kreativ gearbeitet. Die Idee, ein Gemeinschaftsatelier zu gründen, konnte nun endlich umgesetzt werden. Schnell wurden als Mitstreiter die Malerinnen Marlen Bald (Gemünden-Hofstetten) und Uschi Raithel (Gemünden), gefunden. Die Keramikkünstlerin Sabine Weippert aus Gemünden und Anja Jung (Malerei, Grafik) aus Lohr folgten.
Michael Doerr, ebenfalls aus Lohr, wird zunächst in den Räumlichkeiten ausstellen und später dort auch künstlerisch arbeiten. Aquarelle, Acryl- und Ölmalerei von ihm können bereits bei der Eröffnung besichtigt werden. In den großen Schaufenstern werden ständig wechselnd die Werke der Gruppe sowie die der ausstellenden externen Künstler gezeigt.
„Treffpunkt Kunst“ nennt sich das Atelier. Das Logo gestaltete Anja Jung. Hier werden Bilder, Zeichnungen und Keramiken kreativ erarbeitet und Gemeinschaftsausstellungen geplant. Schon bald nach der Eröffnung sollen auch Kurse und Workshops für Kinder und Erwachsene stattfinden. Termine hierfür sowie für wechselnde Ausstellungen externer Künstler, Tage des offenen Ateliers oder freies Aktzeichen werden durch die Presse bekannt gegeben.
Eine feste Öffnungszeit ist bis auf weiteres für jeden Dienstag zwischen 15:00 und 17:00 Uhr festgesetzt. Weitere Termine sind nach telefonischer Absprache bis auf Weiteres unter 09351 / 2383 möglich. Eine Homepage mit Email-Adresse ist in Planung.


Zeitungsartikel

Ein Markt für Künstler und ihre Fans“ (Main-Netz, 11.03.2013): lesen...
„Ondrasch eröffnet Schlecker-Atelier mit zwei Reden“
(Mainpost, 10.03.2013): lesen...
„Ehemaliger Schlecker wird Atelier und Galerie in Einem“ (Mainpost, 08.03.2013):
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Kunst statt Drogerieartikel“ (Mainpost, 05.03.2013):
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Adresse: Friedensstraße 19 in Gemünden
Mitglieder: Brigitte Heck, Uschi Raithel, Anja Jung, Marlen Bald, Sabine Weippert



Plakat und Logo: Anja Jung